Fairness, Respekt und Eigenverantwortung – das erlernen Heranwachsende in einem Projekt in Sao Paulo. So entkommen sie dem Teufelskreis von Armut und Gewalt. Ihre Spende hilft!

In den Armenvierteln von São Paulo haben Kinder und Jugendliche kaum Perspektiven. Ein Projekt nutzt den Straßenfußball, um ihnen Werte wie Fairness, Respekt und Eigenverantwortung zu vermitteln.

Sonntagmorgen auf dem Fußballplatz von Santo Andre, einem Vorort von Sao Paulo: Ein Dutzend Jungen und Mädchen rennen über den 10 mal 20 Meter großen Kunstrasen, dribbeln, schießen, gestikulieren, jubeln. Mittendrin: Maria Eduarda de Almeida Barbosa, genannt Duda. Die Zwölfjährige umkurvt mühelos ein paar Spielerinnen und Spieler der gegnerischen Mannschaft und passt den Ball dann weiter.

Fairness zahlt sich aus
Die Jugendlichen spielen nach den Regeln des „Futebol de Rua“, des südamerikanischen Straßenfußballs. Unsere Partnerorganisation Acao Educativa (AE) hat das Konzept weiterentwickelt. Im Großraum Sao Paulo fordert sie an 26 Standorten rund 1.300 Kinder und Heranwachsende. „Wir sind kein Fußballverein. Uns geht es darum, junge Menschen zu starken, damit sie selbstbewusst ihre Chancen erkennen“, erläutert Betreuerin Jane Meire da Silva. Auf dem Platz zählen daher nicht nur die Tore. Für Fairness und Respekt gibt es Zusatzpunkte. So kann es passieren, dass eine Mannschaft gewinnt, auch wenn sie nicht die meisten Tore erzielt hat.

Träume sind erlaubt
Bei Duda kommt das gut an: „Es macht großen Spaß, und ich habe auch schon viel gelernt“, erzählt das schlaksige Mädchen. Duda träumt von einer Profikarriere als Fußballerin. Sie weiß aber auch, dass die schulische Ausbildung wichtig ist. Falls es mit dem Profifußball nicht klappen sollte, mochte sie gerne studieren.
Stichwort: Kinder und Jugendliche
Unter der Armut in vielen Ländern dieser Welt leiden Kinder und Jugendliche besonders: Fast fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jedes Jahr an vermeidbaren Krankheiten und Unterernährung. Rund 160 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 17 Jahren müssen arbeiten. Mehr als 100 Millionen Kinder und Jugendliche leben auf der Straße. Und fast 37 Millionen Minderjährige sind auf der Flucht vor Krieg und Gewalt.
Brot für die Welt setzt sich in vielerlei Hinsicht für Kinder und Jugendliche ein:
- Wir fordern Projekte, die arbeitenden Kindern, Straßenkindern und Opfern von Krieg und Vertreibung Schutz und Halt bieten.
- Wir unterstützen Kinder und Jugendliche durch Bildungs- und Ausbildungsprogramme.
- Wir bringen Ernährungs- und Gesundheitsprojekte auf den Weg, von denen zuallererst die Kinder profitieren.
Ihre Spende hilft – Kostenbeispiele
- 4 Fußbälle für die Straßenfußballe*innen: 60 Euro
- Trikotsatz für eine Gruppe mit 20 Kindern: 120 Euro
- monatliche Aufwandsentschädigung für sechs Betreuer*innen: 180 Euro
Sie möchten das Projekt „Fußball als Schule für das Leben“ unterstützen?
Dann ist hier unserer Spendenkonto:
- Evangelische Sophiengemeinde
- Kreissparkasse Euskirchen
- IBAN: DE89 3825 0110 0002 6022 82
- Vermerk: Brot für die Welt/Brasilien




